Hausaufgabenkultur

an der VS Hausmannstätten

Hausaufgaben sind fester Bestandteil für das Lernen an unserer Schule. Für die SchulanfängerInnen sind Hausaufgaben eine neue Herausforderung, die sie mit dem Eintritt in die Volksschule bewältigen müssen. Die Leistungen bei den Hausaufgaben zählen laut Leistungsbeurteilungsverordnung zur Mitarbeit der SchülerInnen.

Warum Hausaufgaben ?

Hausaufgaben bieten den SchülerInnen die Möglichkeit, Gelerntes zu üben und zu vertiefen.

Eltern erhalten durch die Hausaufgaben der Kinder einen Überblick darüber, was im Unterricht bearbeitet wurde und, sofern sie die Hausaufgaben der Kinder betreuen, einen Einblick in den Lernstand des Kindes.

Hausaufgaben haben Erziehungsfunktion (Erziehung zur Selbstständigkeit, Eigenverantwortung…)

Organisation :

Hausaufgaben werden allen SchülerInnen mitgeteilt und mit allen SchülerInnen besprochen. Da Hausaufgaben individuell auf den Leistungsstand des Kindes angepasst sind, werden verschiedene Formen des „Aufschreibens“ angewandt (HÜ aufschreiben, im Heft/Buch markieren, Lehrerin klebt ein Zetterl hinein, …). Alle Hausaufgaben werden kontrolliert (verschiedene Methoden der Kontrolle können angewandt werden, z.B. Partner-, Selbst-, Lehrerkontrolle).

Fehlende Hausaufgaben werden von der Lehrerin/dem Lehrer schriftlich gekennzeichnet (z.B. Eintrag ins Heft: HÜ vom … fehlt) und können nachgebracht werden.

Nicht gebrachte Aufgaben werden von der Lehrerin/dem Lehrer als fehlend eingetragen und den Erziehungsberechtigten an Elternsprechtagen,  in Sprechstunden bzw. bei Nachfrage mitgeteilt. Bei einer deutlichen Anhäufung von nicht erbrachten Hausaufgaben werden die Eltern vom Klassenlehrer/der Klassenlehrerin informiert.

Umfang der Hausaufgaben (= reine Arbeitszeit):

1. und 2. Klasse: 30 – max. 45 min

3. und 4. Klasse: max. 1 Stunde

Inhalt:

Hausaufgaben können schriftlich oder mündlich sein (z.B. Beobachtungsaufgaben, Sammeln von Anschauungsmaterial, Zeitungsartikeln…).

Differenzierte Aufgaben: Hausaufgaben können nach Bedarf differenziert nach Menge und Schwierigkeitsgrad aufgegeben werden. SchülerInnen mit besonderen Fähigkeiten, wie auch SchülerInnen mit besonderen Schwierigkeiten, bekommen teilweise differenzierte Aufgaben.

An welchen Tagen gibt es Hausaufgaben ?

SCHUG § 17 (2) Zur Ergänzung der Unterrichtsarbeit können den Schülern auch Hausübungen aufgetragen werden, die jedoch so vorzubereiten sind, dass sie von den Schülern ohne Hilfe anderer durchgeführt werden können. Bei der Bestimmung des Ausmaßes der Hausübungen ist auf die Belastbarkeit der Schüler, insbesondere auf die Zahl der Unterrichtsstunden an den betreffenden Schultagen, die in den übrigen Unterrichtsgegenständen gestellten Hausübungen und allfällige Schulveranstaltungen Bedacht zu nehmen. Hausübungen, die an Samstagen, Sonntagen oder Feiertagen oder während der Weihnachtsferien, der Semesterferien, der Osterferien, der Pfingstferien oder der Hauptferien erarbeitet werden müssten, dürfen – ausgenommen an den lehrgangsmäßigen Berufsschulen – nicht aufgetragen werden.

Das bedeutet: Hausaufgaben über das Wochenende sind zulässig, sofern das Ausmaß so gehalten ist, dass die Hausübung am Freitag noch erledigt werden könnte. An der VS Hausmannstätten werden in allen Klassen am Freitag Hausaufgaben gegeben.

 

 Regeln für die Elternhilfe bei Hausaufgaben (aus schulmanagement 3/2012):

  1. Achten Sie auf einen ruhigen, aufgeräumten Arbeitsplatz.
  2. Fördern Sie die Selbstständigkeit Ihres Kindes. Selbstständiges Lernen ist das wichtigste Element einer guten und ausdauernden Lernhaltung. Loben Sie selbstständiges Handeln.
  3. Wenn Ihr Kind Hilfe braucht, leiten Sie es an, selbst Lösungswege zu finden. Beraten Sie es mit Tipps und Hinweisen, aber geben Sie Lösungen bitte nicht vor.
  4. Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, das Schulwissen durch Erzählen etc. im Alltag einzubringen.
  5. Erkennen Sie die Leistungen des Kindes an. Mit Lob und Ermutigung erreichen Sie viel mehr als mit Ermahnen. Seien Sie vorsichtig mit Belohnungen als Anerkennung für eine Leistung – dies könnte den Leistungsdruck verstärken!
  6. Überfordern Sie das Kind nicht. Legen Sie leistungsmäßig nicht strengere Maßstäbe an als die Klassenlehrerin/der Klassenlehrer, indem Sie z.B. Zusatzaufgaben verlangen.
  7. Seien Sie als ErzieherIn Vorbild im Verhalten. Fordern Sie von Ihrem Schulkind nicht mehr als von sich selbst.
  8. Reden Sie möglichst positiv über die Schule. Ihr Kind hat vermutlich genug mit seinen eigenen Vorbehalten zu kämpfen. (in Anlehnung an www.thg.aa.bw.schule.de)